Gedenken an die Opfer – Bitte um Frieden

Traditionelle Kolping-Sühneandacht im einstigen KZ Buchenwald

Mitglieder aus sieben Thüringer Kolpingsfamilien und weitere Christen trafen sich am 3. Fastenwochenende wieder zu ihrer traditionellen Sühneandacht im ehemaligen KZ Buchenwald. Bei diesmal strahlendem Frühlingswetter zogen die Kolpingfreunde aus dem Eichsfeld sowie der thüringischen Diaspora betend und singend über das weitläufige Gelände der heutigen Gedenkstätte und gedachten an fünf Kreuzwegstationen mit Lebenszeugnissen und Fürbitten umgebrachter KZ-Opfer. Die ergreifenden Texte dazu hatte Alt-Diözesanpräses Suitbert Schellenberg vorbereitet, während sie dann an den jeweiligen Stationen von Kolpingmitgliedern und Priestern vorgetragen wurden. 

Der Bußgang begann im einstigen Arrestbau, in dem u.a. der evangelische Pfarrer Paul Schneider und der katholische Prälat Otto Neururer von den Nationalsozialisten ermordet wurden, und endete im Hof des einstigen Krematoriums, wo die Wallfahrer ein „Vaterunser“ für alle unschuldigen Opfer der Vergangenheit und Gegenwart beteten und abschließend Gott, den Herrn der Zeiten, insbesondere um Frieden in sehr unfriedlichen Tagen baten.

Zuvor hatten die Kolpingfreunde noch im einstigen sowjetischen Speziallager Gebetsstation gemacht, in dem nach 1945 ebenfalls viele unschuldige Menschen zu Tode kamen.

Die Thüringer Kolpingsfamilien organisieren bereits seit 1958 in Weimar bzw. im ehemaligen KZ Buchenwald besondere Sühneandachten. Sie erinnern dabei auch daran, dass während der Naziherrschaft dort mindestens zwei bekannte Kolpingmitglieder (Präses Richter und Theodor Babylon) den Märtyrertod starben.

Text und Fotos: Michael Meinung

Am 6. und 7. Februar 2026 trafen sich knapp 30 Kolpinggeschwister zum diesjährigen Bildungsseminar des DV Erfurt im Kolping Ferienparadies Pferdeberg in Duderstadt.

Klemens Euler, Geschäftsführer des DV Mainz, begeisterte mit seinem „Kolping-Erlebnisabend“ alle Teilnehmenden. In seinem kurzweiligen und motivierenden Vortrag zeigte er, was KOLPING leisten kann und leistet und wie der „Funke überspringen“ kann.

Fotos: H.-J. Kowarsch

Coral Evensong in Rüdigershagen und Arenshausen

Zum Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) gestaltete der Kolpingchor Projekt Cilia unter Leitung von Johannes Scharlach einen Coral Evensong zur Verabschiedung der Weihnachtskrippe.

Der Coral Evensong ist ein gemeinschaftliches Abendlob, eine Kombination aus Vesper und Komplet, in der Tradition der Anglikanischen Gemeinschaft, das von einem Chor gestaltet wird.

Am 30. Januar in Rüdigershagen und am 1. Februar in Arenshausen waren die Gemeinden zu einem solchen Gottesdienst eingeladen. In den Gottesdiensten bat der Chor um eine Spende für das Projekt Geschenke mit Sinn von KOLPING_INTERNATIONAL. Insgesamt wurden über 500 EUR gespendet.

Herzlichen Dank dafür!

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